Rollen des Abends erklärt

Ein Toastmasters-Meeting lebt vom Zusammenspiel verschiedener Rollen. Jede Rolle übernimmt eine bestimmte Aufgabe und trägt dazu bei, dass der Abend strukturiert, abwechslungsreich und lehrreich gestaltet wird. Gleichzeitig bieten die unterschiedlichen Rollen die Möglichkeit, verschiedene Fähigkeiten rund um Kommunikation, Rhetorik und Führung praktisch zu trainieren.

Der Toastmaster moderiert das gesamte Meeting und führt durch den Abend. Er begrüßt die Gäste, stellt die Rollen des Abends vor und verbindet die einzelnen Programmpunkte miteinander. Zu Beginn stellt er außerdem das Wort des Tages vor, das nach Möglichkeit im Laufe des Meetings verwendet wird.

Der Stegreifredenmoderator leitet den ersten Redeteil des Meetings. Er stellt den Teilnehmern ein Thema oder einen bestimmten Kontext vor und lädt sie dazu ein, spontan eine 1–2-minütige Rede zu halten. Besonders für Gäste bieten die Stegreifreden eine unkomplizierte Möglichkeit, aktiv am Meeting teilzunehmen.

Rednerinnen und Redner halten eine in der Regel 5-7 minütige Rede aus dem selbst gewählten Lernpfad. Jede Rede verfolgt dabei bestimmte Ziele und Schwerpunkte, beispielsweise eine klare Gliederung, den Einsatz von Humor oder eine überzeugende Präsentation.

Die Wertschätzer beobachten die vorbereiteten Reden und geben den Rednern anschließend konstruktives Feedback. Dabei steht die jeweilige Aufgabe und das Ziel der Rede im Mittelpunkt. Gleichzeitig bietet die Rolle den Bewertern die Möglichkeit, selbst Erfahrungen im Analysieren und Vorbereiten von Reden zu sammeln.

Der Gesamtwertschätzer behält das gesamte Meeting im Blick. Er bewertet die Rollen, die während des Abends noch kein individuelles Feedback erhalten haben, und gibt ihnen anschließend eine kurze Rückmeldung. Dazu gehören beispielsweise der Toastmaster des Abends, der Stegreifredenmoderator oder weitere unterstützende, technische Rollen.

Der Zeitnehmer achtet darauf, dass das Meeting innerhalb des vorgesehenen zeitlichen Rahmens bleibt. Er erfasst die Rede- und Beitragszeiten und signalisiert den jeweiligen Teilnehmern, wenn bestimmte Zeitmarken erreicht sind. So trägt er dazu bei, dass sowohl die einzelnen Beiträge als auch das gesamte Meeting im Zeitplan bleiben.

Der Füllwort-Zähler achtet während des Meetings auf häufig verwendete Füllwörter wie „äh“, „ähm“, „also“ oder „ja“. Am Ende des Meetings werden die Beobachtungen zusammengefasst. Die Rolle schafft Aufmerksamkeit für eigene Sprachgewohnheiten und unterstützt dabei, bewusster und klarer zu sprechen.

Die Rollen im Clubvorstand erklärt

Der Clubvorstand übernimmt die Verantwortung für die Organisation, Weiterentwicklung und Zukunft des Clubs. Die verschiedenen Vorstandsrollen decken dabei unterschiedliche Bereiche ab – von der Mitgliederentwicklung und dem Weiterbildungsprogramm über die Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu Finanzen und Organisation.

Die Rollen des Clubvorstands werden im Laufe eines Toastmasters-Meetingabends, aber auch generell im Cluballtag, immer wieder begegnen. Die folgenden Beschreibungen geben einen Überblick darüber, welche Aufgaben mit den einzelnen Rollen verbunden sind und welchen Beitrag sie zum Clubleben leisten. Die Vorstandsmitglieder werden jährlich von den Mitgliedern gewählt und arbeiten gemeinsam daran, einen aktiven und erfolgreichen Club zu gestalten

Der Präsident gibt dem Club Richtung und Orientierung und koordiniert die Arbeit des gesamten Vorstands. Er setzt gemeinsam mit dem Vorstand Ziele, fördert eine positive und unterstützende Clubkultur und behält die Entwicklung des Clubs im Blick. Außerdem vertritt der Präsident den Club nach außen und nimmt an übergeordneten Toastmasters-Veranstaltungen und Sitzungen teil.

Der Vizepräsident Weiterbildung ist für das Bildungs- und Trainingsprogramm des Clubs verantwortlich. Dazu gehören die Planung abwechslungsreicher Meetings, die Einführung neuer Mitglieder in das Toastmasters-Programm sowie die Organisation von Redewettbewerben und weiteren Bildungsangeboten. Außerdem unterstützt er die Mitglieder dabei, das Toastmasters-Programm optimal für ihre persönliche Weiterentwicklung zu nutzen.

Der Vizepräsident Mitglieder kümmert sich um die Entwicklung und Betreuung der Mitgliedschaft. Ziel ist es, neue Mitglieder für den Club zu gewinnen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass sich bestehende Mitglieder wohlfühlen und langfristig aktiv bleiben. Dazu gehört auch die Organisation und Auswertung von Maßnahmen zur Mitgliedergewinnung und -bindung.

Der Vizepräsident Öffentlichkeitsarbeit kümmert sich um die Außenwirkung des Clubs. Dazu gehören die Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit, die Erstellung von Informationsmaterialien und die Kommunikation über geeignete Kanäle. Ziel ist es, den Club bekannter zu machen und Interessierte auf Toastmasters aufmerksam zu machen.

Der Schriftführer übernimmt die organisatorische Dokumentation des Clubs. Dazu gehören die Pflege der Mitgliederlisten, die Erstellung und Verwaltung von Protokollen sowie der allgemeine Schriftverkehr. Außerdem kümmert er sich um die Weitergabe relevanter Informationen an Toastmasters International und unterstützt den Vorstand bei administrativen Aufgaben.

Der Schatzmeister ist für die finanziellen Angelegenheiten des Clubs verantwortlich. Er erstellt und überwacht das Budget, verwaltet die Mitgliedsbeiträge und Rechnungen und führt die Kassenunterlagen. Zudem erstellt er regelmäßige Finanzberichte und stellt die Unterlagen für die Kassenprüfung bereit.

Der Saalmeister sorgt dafür, dass die organisatorischen Voraussetzungen für die Clubtreffen stimmen. Er kümmert sich um Raum, Technik und benötigte Materialien und unterstützt bei der Vorbereitung und Durchführung der Meetings. Außerdem begrüßt er Mitglieder und Gäste und sorgt gemeinsam mit dem Empfangsteam für einen guten Start in den Abend.

Der Alterspräsident bringt seine Erfahrung in die Arbeit des Clubs und des Vorstands ein. Er leitet das Nominierungskomitee für die Vorstandswahlen und unterstützt den Club bei der Erreichung seiner Ziele. Dabei steht er dem Vorstand und den Mitgliedern beratend zur Seite und trägt dazu bei, die langfristige Entwicklung des Clubs zu fördern.